Webelement Regenbogenschule

Organisation des Unterrichts

Regenbogenschule Gladbeck

Unterschiedliche Organisationsformen des Unterrichts ermöglichen die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler an unserer Schule.

Jahrgangsklassen mit innerer Differenzierung

Im Rahmen der Jahrgangsklassen richten sich differenzierte Aufgabenstellungen nach den Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler, den Zielen des Unterrichts, den Unterrichtsinhalten und den ausgewählten Medien. Zur individuellen Förderung eines jeden Kindes eignen sich insbesondere offene Unterrichtsformen


Tages- und Wochenpläne

  • Kinder entscheiden selbstständig die Reihenfolge der ihnen gestellten Aufgaben.
  • Sie haben ggf. die Möglichkeit eigene Lösungsstrategien zu entwickeln.
  • Jedes Kind bestimmt weitgehend das Lerntempo selbst.
  • Pflicht- bzw. freiwillige Aufgaben helfen den Schülern den eigenen Lernrhythmus zu finden.



Lernen an Stationen


  • Lehrkräfte wählen unterschiedliche Aufgabenstellungen, mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, die sich am Entwicklungsstand der Schüler orientieren.
  • Nach Einführung der einzelnen Stationen wählen die Schüler die Reihenfolge der zu bearbeitenden Stationen selbst.
  • Schüler bestimmen das eigene Lerntempo.
  • Vorbereitete Kontrollblätter ermöglichen den Kindern eine sofortige Erfolgsrückmeldung.
  • Schneller lernende Kinder können die Verantwortung für vorher festgelegte Aufgaben übernehmen.


Werkstattarbeit

  • Ausgehend von Themenfeldern eines Faches werden unterschiedliche Aufträge fächerübergreifend und handlungsorientiert so formuliert, dass sie von Schülern selbstständig in Einzel- oder Partnerarbeit erledigt werden können.
  • Um der Heterogenität aller Kinder gerecht zu werden, stehen differenzierte Aufgabenstellungen zu Verfügung.
  • Einzelne Schüler sind für Lernangebote verantwortlich (Chefsystem), sie tragen einerseits die Verantwortung für das Material, andererseits sind sie Ansprechpartner bei Fragen, kontrollieren und bestätigen die richtige Bearbeitung durch  Unterschrift auf den Werkstatt-Laufzetteln der Mitschüler.
  • Soziale Kompetenzen werden entwickelt.
  • Das Selbstbewusstsein der Schüler wird gestärkt.
  • Schüler lernen entsprechend ihrem Lerntempo.
  • Sowohl schneller lernende Schüler als auch Schüler mit besonderem Förderbedarf haben die Möglichkeit, entsprechend ihrer individuellen Lernvoraussetzungen Lernerfolge zu erzielen.
  • In Kreisgesprächen erfolgen regelmäßige Rückmeldungen zum Stand der Arbeit und zur Einhaltung der besprochenen Regeln.
  • Schüler erfahren nach Beendigung der Werkstattarbeit die Würdigung ihrer Leistung (z. B. in Form einer Urkunde oder eines Passes etc.).


Freiarbeit

  • Eine bewusst gestaltete Lernumgebung (siehe auch Klassenraumgestaltung), die den Schülern unterschiedliche Materialien zur Verfügung stellt, berücksichtigt  die unterschiedlichen Lernausgangslagen der Kinder.
  • Den Schülern wird dadurch die freie Auswahl der Lernangebote ermöglicht.
  • Die Lehrkraft hat währenddessen die Aufgabe, einzelne Schüler zu beobachten und / oder Hilfestellungen zu leisten.
  • Das gemeinsame Einführen und Einhalten von Regeln in Phasen der Freiarbeit ist  besonders wichtig. Regeln, Rituale sollten für die Schüler visuell nachvollziehbar im Klassenraum vorhanden sein.
  • Das schrittweise Bekanntmachen der Schüler mit den Materialien durch die Lehrkraft ist wichtig, um sicherzustellen, dass das Material auch richtig eingesetzt wird.
  • Regelmäßige Gespräche zur Auswertung selbstständiger Arbeitsweisen ermöglichen den Schülern eigene Lernprozesse zu reflektieren.
  • Im sozialen Kontext werden soziale, personale, fachliche und methodische Kompetenzen entfaltet.
  • Schüler lernen voneinander, helfen sich gegenseitig, nehmen Rücksicht aufeinander und lösen Konflikte friedlich. 




Lehrgang


Das Erlernen der Schriftsprache im Anfangsunterricht z. B. ist ein Lehrgang, in dem Unterrichtsziele und -inhalte in einer systematischen Abfolge bearbeitet werden (Lesen durch Schreiben, Stumpenhorst).

Durch gezielte individuelle Förderpläne werden sowohl schneller lernende Kinder als auch Kinder mit Entwicklungsverzögerungen unterstützt.



Einsatz des Computers


In jeder Klasse befinden sich Computer, so dass den Schülern ein freier Zugang zu diesem Medium möglich ist.  Nachdem sich die Schüler mit dem Computer vertraut gemacht haben, arbeiten sie selbstständig damit.

Es stehen für verschiedene Fächer bzw. Themen Lernprogramme zur Verfügung (z. B. Blitzrechnen, „Addy“, Nachschlagewerke, Lernwerkstatt), die die Schüler im Rahmen des offenen Unterrichts nutzen können.

Zusammenfassend lässt sich für den Unterricht an unserer Schule festhalten, dass:

  • er sich an den Voraussetzungen, Interessen und Bedürfnissen der Kinder orientiert,
  • jedes Kind die Möglichkeit hat, in einzelnen Unterrichtsphasen selbstständig Aufgaben zu wählen,
  • im Klassenraum klar strukturierte Lernangebote vorhanden sind,
  • jedes Kind gemäß seines Lerntempos und seiner Lernvoraussetzungen angemessene Zeit zur Bewältigung der Aufgaben erhält,
  • es im rhythmisierten Tagesablauf Rituale und Regeln gibt (Morgenkreis, Übungsphase/Arbeitsphase, Nachgespräch/Reflexion),
  • eine Differenzierung unter Berücksichtigung der Lernvoraussetzungen erfolgt,
  • die Lernumgebung im Unterricht miteinbezogen wird (Kotten Nie, Bibliothek, Theater, Bäcker, Feuerwehr, Polizei, Kirche etc.),
  • Eltern miteinbezogen werden (Lesemütter, Schwimmbegleiter etc.).


Klassenraumgestaltung


Für die Kinder soll die Schule nicht nur Lernraum, sondern auch Lebens-, Erfahrungs- und Bewegungswelt sein, damit eine individuelle, ganzheitliche Förderung der Kinder ermöglicht wird.  Die Klassenraumgestaltung soll die Bedürfnisse von Kindern aber auch die Anforderungen der unterschiedlichen  Unterrichtsmethoden (Tages- und Wochenplanarbeit, Lernen an Stationen, Werkstattarbeit, Freiarbeit,  Lehrgänge) berücksichtigen. 

Die Gestaltung der Lernlandschaft soll eine positive Lernmotivation für die Schülerinnen und Schüler sein. Neben dem Wohlfühlaspekt müssen die Kinder jedoch auch lernen, sich für ihren Lernraum verantwortlich zu fühlen, indem sie unterschiedliche Dienste (Tafeldienst, Fegedienst,... ) im wöchentlichen Wechsel ausführen.


Die Regenbogenschule verfügt über folgende Unterrichtsräume:

  • Hauptgebäude (z.Zt. neun Klassen),
  • neuer Pavillon (drei Klassen),
  • Musikraum,
  • Werkraum,
  • Leseraum (der u.a. zum Vorlesen und im Rahmen der Leseförderung beim Lesen mit den Lesemüttern genutzt wird),
  • „Schulküche“ und
  • Gruppenräume der Ganztagsklassen und der Betreuten Grundschule.

Bei der Innenraumgestaltung der Klassenräume wird darauf geachtet, dass durch bewegliches Mobiliar die Sitzordnung verändert werden kann und somit alle wichtigen Sozialformen des Unterrichts (vom lehrerzentrierten Unterricht über Partner- und Gruppenarbeit bis zu Erzählkreisen – evtl. mit Teppichfliesen) ohne große Umstände zu realisieren sind. Weiterhin wird angestrebt, dass die Sitznachbarn in regelmäßigen Abständen gewechselt werden. So haben die Kinder die Möglichkeit, auch Kontakt zu Kindern aufzubauen, die sie weniger gut kennen um auf diese Art und Weise weitere Kontakte für den Schul- und Freizeitbereich zu schließen.
In jeder Klasse sind Regale vorhanden, in denen die Kinder ihre Schulsachen wie Schulbücher, Stifte, begonnene Arbeiten etc. deponieren können.

Weiterhin wurden alle Klassen mit überwiegend halb hohen Regalen, Steckwänden und –leisten ausgestattet. Diese ermöglichen die Platzierung von:

  • Lernboxen
  • Wörterbüchern
  • Ablagen von Lernmaterialien unterschiedlichster Art
  • Karteien
  • Lernspielen.

Um differenziertes Arbeiten zu ermöglichen, sind Funktionsecken eingerichtet:

  • Schreibecke
  • Rechenecke
  • Computerecke (ausgestattet mit meistens einem oder zwei Computern, an denen die Kinder in regelmäßigen Abständen selbstständig mit vorhandenen Lernprogrammen arbeiten können)
  • Ausstellungstische (die Platz für Arbeitsdokumentationen und Darstellungen zu aktuellen Themen bieten).


Von den Lehrerinnen und Lehrern wird darauf geachtet, dass alle benötigten Materialien von den Kindern eigenständig erreicht werden können.
Als Rückzugs- und Entspannungsmöglichkeit dient den Kindern ein Sofa oder eine Leseecke mit Klassenbücherei, über die viele Klassenräume verfügen.




Förderung besonders Leistungsstarker / leistungsschwache Schülerinnen und Schüler


Besonders leistungsstarke bzw. leistungsschwache Schülerinnen und Schüler werden von den Lehrerinnen und Lehrern, die in einer Klasse unterrichten, erkannt und benannt. Im Team werden Begabungen und Defizite des jeweiligen Kindes erörtert, Fördermöglichkeiten festgelegt. Die Eltern sind zu beraten und das außerschulische Verhalten des Kindes mit einzubeziehen.
Eine stundenweise Ausgliederung aus dem alten Klassenverband und die Teilnahme am Unterricht der nächst höheren oder niedrigeren Klassenstufe, geben Auskunft darüber, in welchem Jahrgang das Kind zukünftig gefördert werden soll. Nach einer zeitlich festgelegten Probezeit entscheiden die Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit den Eltern in einem Beratungsgespräch über den Verbleib des Kindes. Neben den kognitiven und motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten sollte dabei die Sozialkompetenz des Kindes ebenfalls miteinbezogen werden.




Flexibilisierung der Verweildauer


Die Verweildauer in der Eingangsstufe beträgt für das normal begabte Kind zwei Jahre. Sollte festgestellt werden, dass Kinder über besondere bzw. überdurchschnittliche Fähigkeiten verfügen, kann sich für sie diese Zeit auf ein Jahr reduzieren. Entsprechend verlängert sich die Verweildauer auf drei Jahre, wenn Kinder trotz der durchgeführten Fördermaßnahmen erhebliche Defizite aufweisen und die Grundanforderungen am Ende des zweiten Schuljahres nicht erfüllen können.
Über die Verweildauer entscheidet der Klassenlehrer in Absprache mit Fach- und Förderlehrern (Klassenkonferenz).



Kriterien für die Verkürzung der Verweildauer um ein Jahr Lern- und Arbeitsverhalten:
 

Mitarbeit im Unterricht (Interesse):
Das Kind muss in der Lage sein, dem Unterricht über einen angemessenen Zeitraum aufmerksam und konzentriert zu folgen, sich aktiv zu beteiligen, den Unterricht durch überlegte Beiträge zu bereichern, belastende Situationen ohne Verunsicherung auszuhalten, Lerninhalte zu hinterfragen und neue Sichtweisen in den Unterricht einzubringen und sein umfangreiches und tiefer gehendes Wissen anzubringen.
        

  • Lernfähigkeit (Motivation)
    Das Kind ist lernwillig, anstrengungsbereit und arbeitsfreudig
  • Konzentration:
    Das Kind kann sich gut und ausdauernd konzentrieren und hat keinerlei Mühe, auch über einen längeren Zeitraum aufmerksam zu arbeiten.
  • Merkfähigkeit:
    Das Kind kann Erlebnisse leich im Gedächtnis behalten und neue lerninhalte auch noch nach längerer Zeit zuverlässig wiedergeben.
  • Lernbereitschaft (Lernweise)
    Das Kind kann neue Lerninhalte selbstständig und zügig erfassen.
  • Arbeitsweise
    Das Kind kann innerhalb angemessener zeit selbstständig, planvoll und sorgfältig arbeiten.



Leistungen in den einzelnen Fächern/Lernbereichen

Der Schüler muss bereits am Ende des ersten Schuljahres die verbindlichen Anforderungen, die die Lehrpläne für das Ende der Klasse 2 vorsehen, erfüllen.




Kriterien für eine Verlängerung der Verweildauer um ein Jahr

Lern- und Arbeitsverhalten:

  • Mitarbeit im Unterricht (Interesse)
    Das Kind  kann dem Unterricht noch nicht über einen angemessenen Zeitraum aufmerksam und konzentriert folgen. Es beteiligt sich nur selten aktiv am Unterricht und leistet kaum qualifizierte Beiträge. Es muss zur Mitarbeit immer wieder ermuntert werden. In belastenden Situationen zeigt es sich noch stark verunsichert.
  • Lernfähigkeit (Motivation)
    Das Kind zeigt sich wenig lernwillig, anstrengungsbereit und arbeitsfreudig
  • Merkfähigkeit
    Das Kind kann noch nicht über einen angemessenen Zeitraum ausdauernd und konzentrierend arbeiten
  • Lernbereitschaft (Lernweise)
    Das Kind kann neue Lerninhalte nur mit zusätzlichen Hilfen oder erst nach wiederholten Erklärungen erfassen. Es hat Schwierigkeiten, Arbeitsanwei-sungen richtig zu verstehen und sachgerecht umzusetzen und ist in seinem Denken noch stark anschauungsgebunden.
  • Arbeitsweise
    Das Kind  arbeitet noch oberflächlich und fehlerhaft.
    Es muss immer wieder zum Arbeiten angehalten werden und benötigt für schriftliche Aufgaben unverhältnismäßig viel Zeit.


Leistungen in den einzelnen Fächern/Lernbereichen:

Der Schüler zeigt am Ende des zweiten Grundschuljahres, dass er die verbindlichen Anforderungen, die die Lehrpläne für den Wechsel in Klasse 3 vorsehen, zum überwiegenden Teil noch nicht erreicht hat.

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